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Interhyp: Dynamik kehrt auf Immobilienmarkt zurück

Wie der Vermittler privater Baufinanzierungen Interhyp mitteilt, weist der Interhyp-Immobilienindex im Januar erstmals seit Längerem wieder leicht steigende Preise auf. Experten gehen davon aus, dass sich die Bauzinsen in den kommenden vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau rund um 3,5% bewegen werden.

Im Rahmen eines Zinsupdates berichtet der Vermittler privater Baufinanzierungen Interhyp über Entwicklungen rund um Finanzierung, Zinsentwicklung und den Immobilienmarkt. „Erstmals seit einigen Monaten haben wir im Januar in unserem Interhyp-Immobilienindex für Deutschland wieder leicht steigende Preise gesehen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob wir hier am Beginn eines neuen Trends stehen“ erklärt Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe.

Der Vergleich der größten deutsche Städte zeigt regionale Unterschiede. So sind die Immobilienpreise seit November 2023 stabil geblieben (-01%). In Frankfurt sind die Preise geringfügig gesunken um -0,8%. Hamburg (+1,6%) und Berlin (+0,7%) weisen dagegen erstmals seit März 2023 eine leichte Aufwärtstendenz auf. Anhand des Interhyp-Immobilienindex sind sowohl für ältere Immobilien mit dem Baujahr vor 1990 als auch für jüngere Immobilien mit einem Baujahr nach 2010 leichte Preisanstiege zu beobachten.

Interesse an Immobilien nimmt zu

Wie Interhyp unterstreicht, sei der Markt aktuell für Kaufinteressierte so attraktiv wie lange nicht. Der spürbare Rückgang der Zinsen in den vergangenen Wochen wirke sich auf die monatlichen Rate aus. „Wir sehen seit dem Sinken der Zinsen, dass das Interesse an Immobilien steigt. Langsam kommt die Dynamik zurück in den Markt“, sagt Jörg Utecht.

Immobilien haben wieder kürzere Liegedauer

Aus Daten der Interhyp-Tochter ThinkImmo geht hervor, dass die durchschnittliche Liegedauer auf den Immobilienportalen im vierten Quartal 2022 einen Rekordstand erklommen hatte. Bei Häuser waren es 85 Tage, bei Wohnungen 79 Tage. Im ersten Halbjahr verringerte sich die Liegedauer spürbar, und zwar auf 57 Tagen bei Häusern und 67 Tagen bei Wohnungen.

Für das zweite Halbjahr 2023 liegen die Daten noch nicht vollständig vor. Es zeichnet sich jedoch ab, dass dieser Trend anhalten könnte.

„Es wird nun spannend sein, wie sich das gestiegene Interesse auf die Immobilienpreise auswirkt. Mein Rat an Kaufinteressierte: Nicht zu lange warten, denn die Preise könnten in den kommenden Monaten auch wieder steigen“, betont Jörg Utecht.

Ausblick auf die Zinsentwicklung

Die meisten Kreditinstitute des monatlichen Interhyp-Zinspanel rechnen damit, dass sich die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen kurzfristig in den kommenden vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau, also rund um die Marke von 3,5% halten werden.

Mittel- bis langfristig, also in den nächsten sechs bis zwölf Monaten, könnten nach Einschätzung jedes zweiten Befragten die Zinsen wieder in Richtung 3% nachgeben. Die andere Hälfte der Befragten erwartet mittel- bis langfristig ein gleichbleibendes Zinsniveau mit Schwankungen zwischen 3,5 und 4%. Von ersten Leitzinssenkungen durch die EZB gehen die meisten Experten aus dem Zinspanel nicht vor Sommer 2024 aus. (tik)

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